Space DebrisKunstausstellung und Veranstaltung zum Thema "Weltraumschrott"
Foto: ESA
Vorbemerkung Im Sinne der Nachhaltigkeit des Internationalen Jahres der Astronomie im Jahr 2009 haben sich im Köln-Bonner Raum Künstler und Wissenschaftler zusammengetan, um unter dem Thema „Kunst und Wissenschaft - Weltbilder der Astronomie – Bildwelten und Weltbilder“ gemeinsame Projekte zu veranstalten.
Die Region In der Köln-Bonner Region gibt es eine große Ansammlung von Wissenschafts-Einrichtungen im Bereich Astronomie, Astrophysik und Kosmologie sowie angewandter Weltraumforschung. 1) Die Region ist aber auch bekannt für die Dichte an Kunsteinrichtungen, Museen, Galerien, Kunstverlage und in der Region lebende und arbeitende Künstler. Von daher ist es geradezu logisch, dass hier Kunst und Wissenschaft eine gemeinsame Basis gefunden haben.
Die Idee Das erste Projekt für das Jahr 2011/12 beschäftigt sich mit dem Thema „Weltraum-Schrott – Space Debris“. Anlass hierzu ist; dass die Fraunhofer-Gesellschaft die alten Messinstrumente sowie das Radom in Wachtberg, von dem aus Weltraum-Schrott beobachtet werden kann, vollständig erneuern wird. Das zweite Jubiläum, das 2011/12 ansteht, ist das 40-jährige Bestehen des Radioteleskops in Effelsberg sowie des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie. Und nicht zuletzt drittens wird der erste deutsche Astronomie-Satellit ROSAT 2011/12 als Weltraum-Müll zur Erde zurückkehren. Diese drei Ereignisse waren der Anlass, das Thema Weltraum-Schrott unter dem Stichwort DIRTY HEAVEN in Angriff zu nehmen.
Das Projekt / Zielsetzung 2400 Satelliten und 2 500 000 Schrottteile im Himmelsraum über unserem Planeten bilden ein zunehmend undurchdringliches Netz, gleichzeitig spiegeln und verlagern sie innerglobale Ökonomie- und Ökologieprobleme in den Orbit. Der alte Menschheitstraum vom Fliegen als Synonym für die Überwindbarkeit menschlicher Grenzen erfährt eine neue Dimension der Begrenzung: Ikarus Absturz im Schrottgürtel des Himmelsraumes unseres Planeten. Wird die Magie des Alls und dessen utopischen Potentials durch die Abfall- und Entsorgungsprobleme hochtechnologischer Raumfahrt ausgelöscht? In Space Debris wird künstlerisch durchgespielt, ob die Menschheit nicht gerade dabei ist, den Weltraum als Ort menschlicher Projektionen von Sehnsüchten und Träumen von einem anderen, parallelen Leben, von einem fiktiven Land Utopia zu verspielen. Space Debris thematisiert aus subjektiver Perspektive die verschiedenen Aspekte, unter denen Künstler versuchen sich dem utopischen und zugleich realen Thema komplex zu nähern.
Gemeinsame Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten: 1. Neueröffnung des FHR-Radoms, der Radar-Anlage in Wachtberg, 2. Radioteleskop Effelsberg bzw. Max-Planck-Institut für Radioastronomie Bonn 2011/12 3. Kunstaktion Absturz von ROSAT 4. Optisches Teleskop Hoher List des Argelander-Instituts für Astronomie der Universität Bonn,
5. Weitere Ausstellungsorte sind gewünscht und möglich.
Organisatoren
1) Universitäten Köln und Bonn, Max Planck Institut für Radioastronomie, Fraunhofer Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR, DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie große Forschungseinrichtungen wie Radar-Radom in Wachtberg, Radioteleskope Effelsberg und Stockert, Optisches Teleskop der Universität Bonn „Hoher List“ bei Daun |
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